Badewannenvorleger im Hotel: Größe, Grammatur und Rutschfestigkeit
Der Badewannenvorleger ist ein günstiges Detail, aber eines der ersten Dinge, die ein Gast barfuß berührt. Falsche Größe oder zu geringe Grammatur fallen sofort auf: nasser Boden, Rutschgefahr und ein Satz in der Bewertung.
Dieser Beitrag zeigt, worauf es bei der Auswahl ankommt — Größe, Grammatur, Material, Rutschfestigkeit — und wie viele Stück pro Zimmer Sie realistisch einplanen sollten.
Unter den Hoteltextilien gehört der Badewannenvorleger zu den günstigsten Positionen — und gleichzeitig zu denen, die am häufigsten gewaschen werden und am schnellsten verschleißen. Genau deshalb lohnt sich die gleiche Sorgfalt wie bei den Handtüchern.
Welche Größe ist die richtige?
- 50 × 70 cm — Standard für normale Bäder mit Dusche,
- 60 × 90 cm — komfortabel an der Badewanne und in Superior-Zimmern,
- 40 × 60 cm — Ergänzung am Waschbecken oder für kleine Bäder.
Die Regel ist einfach: Der Vorleger muss die Fläche abdecken, auf die der Gast unmittelbar nach dem Verlassen von Wanne oder Dusche tritt. Ist er kleiner, landet das Wasser auf den Fliesen.
Grammatur: wie viel Gramm pro Quadratmeter?
- bis 500 g/m² — die günstige Variante, trocknet schnell, tritt sich aber früher durch,
- 600–750 g/m² — der übliche Hotelstandard mit gutem Verhältnis von Saugkraft und Waschumlauf,
- über 800 g/m² — Premiumgefühl, längere Trocknungszeit und höhere Waschkosten.
Bei eigener Wäscherei ist der mittlere Bereich meist optimal: Höhere Grammatur verlängert den Trocknungszyklus und damit den Energieverbrauch.
Rutschfestigkeit: wann ist sie nötig?
Eine rutschhemmende Unterseite ist überall dort sinnvoll, wo glatte Fliesen liegen — also in den meisten Hotelbädern. Besonders wichtig ist sie in Wellnessbereichen, Schwimmbadumkleiden und in Zimmern für ältere Gäste.
Ein Hinweis: Die meisten rutschhemmenden Beschichtungen vertragen keine hohen Trocknungstemperaturen. Trocknet Ihre Wäscherei über 60 °C, wählen Sie besser einen schwereren Frottiervorleger ohne Beschichtung.
Weiß oder bunt?
Weiße Vorleger lassen sich mit der übrigen Weißwäsche waschen und chloren — ideal für Häuser mit Zentralwäscherei. Bunte Vorleger sehen länger gut aus, kaschieren kleine Flecken besser und erlauben eine farbliche Abstimmung mit den übrigen Textilien — erfordern aber getrenntes Waschen.
Wie viele Stück pro Zimmer?
Bewährt hat sich ein Verhältnis von 3 Stück pro Zimmer: eines im Zimmer, eines in der Wäscherei, eines im Lager. Bei hoher Auslastung oder langsamerer Wäscherei rechnen Sie mit 4. Weniger als drei bedeutet, dass die Vorleger feucht ins Zimmer zurückgehen — und die Lebensdauer bricht ein.
Die Klassifizierung nach Hotelstars Union sieht einen Vorleger an Wanne oder Dusche ab vier Sternen vor; in Drei-Sterne-Häusern gilt er als Standard guter Praxis.
Häufige Fragen
Welche Größe eignet sich am besten fürs Hotel?
Am universellsten ist 50 × 70 cm. An der Badewanne und in Superior-Zimmern passt 60 × 90 cm besser.
Welche Grammatur ist ideal?
600–750 g/m² — saugstark genug für den Gast und wirtschaftlich für die Wäscherei.
Wie oft wird der Badvorleger gewechselt?
Bei Aufenthalten über zwei Nächte meist jeden zweiten Tag, zwischen Gästen immer.
Hält die rutschhemmende Beschichtung das Waschen aus?
Ja, bei Wäsche bis 60 °C und niedrigerer Trocknungstemperatur. Hohe Temperaturen schädigen die Beschichtung.
Wie viele Vorleger sollte man pro Zimmer bestellen?
Drei Stück pro Zimmer als Minimum, vier bei ganzjährig hoher Auslastung.
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